Imkerei Stefan Forster

Begonnen hat Stefan Forsters Leidenschaft für die Imkerei vor rund 10 Jahren. Damals wollte sich im heimischen Obstgarten die erhoffte Kirschernte partout nicht einstellen. “Es können ja gar keine Kirschen da sein, wenn es keine Bienen gibt!”, so Forsters Schlussfolgerung. Ein befreundeter Arbeitskollege machte ihm damals das Imkerhandwerk schmackhaft. Nur mit dem angeblichen Zeitaufwand habe ihn der Kollege ein wenig übers Ohr gehauen – die Imkerei sei ein sehr zeit- und auch finanziell aufwendiges Hobby.

Auf die Frage, wie viel Zeit er denn nun letztendlich bei den Bienen verbringe, entbrennt eine kleine, familieninterne Diskussion. Forster, seine Ehefrau Liane und Sohn Sebastian werden sich zwar nicht ganz einig, aber ein ungefährer Richtwert von zwölf Stunden pro Woche erscheint ihnen realistisch.

Hinzu kommt noch die Tätigkeit als Pate beim Imkerverein Heiligenwald. Zehn Jungimker hat Stefan Forster hier unter die Fittiche genommen. “Es hat sich einfach bewährt, dass ein älterer, erfahrener Imker den Neulingen ein wenig unter die Arme greift. Da bleibt fast schon keine Zeit mehr für die eigenen Bienen!” lacht er.

Die eigenen Anfänge machte Forster damals mit einem Onkel, der bereits Erfahrung im Umgang mit Bienen hatte. Nachdem sein Arbeitskollege die Neugier geweckt hatte, wurde Stefan Forster bei seinem Onkel vorstellig. Dieser war gesundheitlich angeschlagen und somit froh über die Hilfe des Neffen. Auf das Versprechen hin, dass sein letztes Bienenvolk im eigenen Garten verbleibe, gingen die Beiden ans Werk. Gemeinsam betreuten Onkel und Neffe noch zwei Jahre lang das Volk im Garten.

Von Jahr zu Jahr wurden es mehr und mittlerweile sind die Bienen Familiensache. Die Söhne Sebastian und Jonas stehen Forster ebenso zur Seite wie Ehefrau Liane. “Unsere ganze Familie ist im Bienenfieber!” schmunzelt er.

Pro Saison kommen die Forsters auf ca. 25-35 kg Honigertrag pro Volk. Von Mai bis Ende Juli wird ein extra Raum für die Produktion eingerichtet. Bis vor Kurzem konnte man die abgefüllten Gläser lediglich bei Familie Forster an der Haustür kaufen. Seit Herbst 2018 steht der Honig nun auch bei der Bäckerei Mehler in Heiligenwald im Regal.

Durch das Mitwirken bei der Regionalmarke ergebe sich eine unbezahlbare Werbewirkung. Für den geplanten Regionalkorb gibt es sogar ein Honigglas in Sondergröße. “Der Korb ist für uns optimal, es ist ja nicht nur das Glas – sondern es steht auch darauf, wo es herkommt.”

Auf die Frage hin, was auch Hobbygärtner für den Erhalt der Bienen tun können, gibt Forster  einen ganz einfachen Tipp. “Den Rasen nur zweimal im Jahr mähen! Wenn die Margeriten ungefähr zwei Wochen in der Blüte sind – und dann im Hochsommer nochmal.”

Impressionen:

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